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Heinrich Büssing
Heine 1
(1893 - 1918)


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Heinrich Büssing
als Flieger-Leutnant 1917
Heinrich wurde unter dem Namen 'Heinrich Pampel' am 03. März 1893 in Stolberg im Harz als Sohn des Bürgermeisters Pampel geboren, seine Mutter war Hete Büssing (Tochter des Omnibus-Fabrikanten Heinrich Büssing).

Nach der Scheidung der Eltern nahm Heinrich den Geburtsnamen seiner Mutter an, und hieß nun auch Heinrich Büssing. Da sein Cousin (1895 - 1915) ebenfalls Heinrich Büssing hieß, unterschied man die beiden folgendermaßen: Heinrich (geboren 1893) war 'Heine 1' und Heinrich (geboren 1895) wurde 'Heine 2' genannt.
 

click Links: Heine 1 und Heine 2 wurden bei Kriegsausbruch freiwillige Motorradfahrer.





Rechts: Heine 1 auf einem Motorrad im August 1914.
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click Heine 1 wurde bei der FEA 6/ Großenhain zum Flugzeugführer ausgebildet.

Links: Im Kreise von Flieger-Kameraden (Flugzeugführern) und rechts in nagelneuer Flieger-Uniform, als stolzer Flugzeugführer.
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  Heine 1 kam vermutlich im Herbst 1915/ Frühjahr 1916 an die Front. Im Juni 1916 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

Ende August wurde die Jagdstaffel 5 aus dem Kampfeinsitzerkommando (KEK) A des Kampfgeschwaders 1 aufgestellt. Heine 1 wurde 'Offizier zur besonderen Verfügung' (OzV) der Staffel, die anfangs von Hans Berr geführt wurde und in Bechamp im Bereich der 5. Armee einquartiert war.

Im Juni 1917 wurde Heine 1 zum Leutnant befördert und erhielt im Juli Heimaturlaub. Zwischen August 1917 und Mai 1918 tat er bei der Kampfeinsitzerstaffel (Kest) 4 b im Heimatschutz in Deutschland Dienst.
 

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Heine 1 mit seiner Mutter, seinem Stiefvater
und seinen Großeltern (Heinrich und Marie Büssing) 1917
 

  click Die Aufnahme zeigt Heine 1 mit seiner Mutter. Sie notiert auf der Rückseite:

'29. November 1917 ist mein lieber Heine mir was vorgeflogen, sehr gut und sicher ist er geflogen, die Aufnahme ist auf dem Flugplatz Freiburg/ Breisgau gemacht, da war ich noch glücklich meinen Heine zu haben - 10.5.18 ist Heine tödlich abgestürzt.'


Freiburg im Breisgau war der Flugplatz der Kest 4 b, die im Heimatschutz tätig war, und alliierte Flugzeuge bekämpfte, die deutsche Städte bombardierten.
 

  Heinrich Büssing (Kest 4b) starb am 10. Mai 1918 - beim Testflug mit einem Albatros D Va stürzte er bei Feldberg/ Schwarzwald ab. Er wurde auf dem Hauptfriedhof/ Braunschweig bestattet.

Die Eltern stifteten ein Kirchenfenster zur Erinnerung an den gefallenen Sohn. Es befindet sich in der Kirche zu Mauterndorf/ Salzburger Land in Österreich - dem Wohnsitz der Familie Froß-Büssing.
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Heinrich Büssing
Heine 2
(1895 - 1915)


  click Heinrich Büssing wurde am 16. Juli 1895 als Sohn von Ernst Büssing (ältester Sohn von Heinrich Büssing) geboren. Er war der Cousin von Heine 1 und wurde in der Familie stets Heine 2 genannt.

Gemeinsam mit seinem Cousin Heine 1 zog er bei Kriegsausbruch als freiwilliger Motorradmelder nach Frankreich und Belgien. Im März 1915 kehrten beide nach Braunschweig zurück und begannen ihre Ausbildung zum Flugzeugführer bei der Flieger-Ersatz-Abteilung (FEA) 6 in Großenhain.

Am 26. August 1915 sollte Heine 2 die Feldflugmeister-Prüfung ablegen. Nebel zog auf und Heine 2 stürzte in Leipzig tödlich mit dem Flugzeug ab. Er wurde auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof bestattet. Auch der Herzog von Braunschweig schickten einen Kranz.

Neben der Todesanzeige (30. August 1915) erschien am 2. September eine Danksagung der Familie in der Braunschweigischen Landeszeitung:
'Für den Heimgang unseres lieben Sohnes HEINE in so überraschendem Maße bewiesenen Teilnahme sagen wir unseren tiefgefühltesten Dank - Ernst Büssing und Familie'
 

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